Sonntag, 29. März 2009

Nervenzellen aus Hautzellen

US-Forscher haben Hautzellen von Probanden mit der chronischen Nervenerkrankung Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) zu unbegrenzt teilungsfähigen Stammzellen umprogrammiert. Anschließend verwandelten sie diese Zellen in genau diejenigen Nervenzellen, die bei den Patienten langsam zerstört werden. Eine Therapie für Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) Erkrankte ist das Verfahren noch nicht. Es sei aber ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, kranke Zellen oder zerstörtes Gewebe einst mit maßgeschneiderten Ersatzzellen aus dem eigenen Körper zu ersetzen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Science“.

Die Wissenschaftler hatten zwei 82 und 89 Jahre alten Schwestern, die an einer erblichen Form der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) leiden, eine Hautprobe entnommen. Das Team um Eggan programmierte die entnommenen Hautzellen nun zu iPS-Zellen um. Durch die Zugabe bestimmter Wachstumsfaktoren verwandelten die Forscher diese Zellen anschließend in Motorneuronen sowie in sogenannte Astrozyten-Stützzellen des Nervengewebes, die an der Zerstörung der Motorneuronen mit beteiligt sind. Auf diese Weise hatten die Wissenschaftler nun also im Prinzip Ersatzzellen für die erkrankten Zelltypen gewonnen - und zwar mit den individuellen genetischen Merkmalen der Patienten. Abstoßungsreaktionen des Immunsystems würden dadurch im Fall einer Transplantation vermieden.

Quelle: http://www.apotheke-adhoc. de

weiterführende Lnks:
- Dt. Gesell. für Muskelkranke e.V.
- Lateralsklerose Info

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Transfusionsblut bald aus Embryozellen

Britische Wissenschaftler wollen aus Embryozellen künstliches Blut für Transfusionen herstellen. Das Team der Universität Edinburgh will dazu Stammzellen von solchen Embryonen nutzen, die bei künstlichen Befruchtungen nicht verwendet wurden. Bereits nach drei Jahren sollen nach Informationen der Zeitung „The Independent” freiwillige Empfänger die ersten Transfusionen mit synthetischem Blut erhalten.

Dem Bericht zufolge wollen die Forscher Zellen von Embryonen nutzen, die genetisch die Blutgruppe Null, Rhesusfaktor Negativ haben. Blut dieser Gruppe kann jedem Menschen verabreicht werden, ohne dass es zu Abstoßreaktionen kommt. Die Stammzellen sollen demnach in rote Blutkörperchen umgewandelt werden. Weil die Stammzellen im Labor beliebig vervielfältigt werden könnten, sei eine uneingeschränkte Produktion dieses Kunstbluts möglich, berichtet der „Independent” weiter.

Quelle: http://www.apotheke-adhoc. de

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Organhandel - bald ein legales Geschäft?

In Singapur dürfen Organspender in Zukunft bezahlt werden. Gesundheitsminister Khaw Boon Wan will in den kommenden Monaten Richtlinien für die Höhe einer angemessenen Kompensation veröffentlichen, berichtete die Zeitung „Straits Times“.

„Damit könnte eine Hintertür für den Organhandel eröffnet werden“, meinte die Abgeordnete Sylvia Lim. Nach dem Gesetz können Organspender Ausgaben für Anreise, Aufenthalt, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Einnahmeausfälle und künftige Behandlungskosten in Rechnung stellen."
Quelle: www.apotheke-adhoc. de

Warum ist dies für uns (BRD) so wichtig? "Die Zahl Organspenden ist 2008 erstmals seit Jahren deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) lang sie unter 15 Spender pro einer Million Einwohner. Spenderorgane sind damit trotz grundsätzlich großer Spendebereitschaft in Deutschland Mangelware – in höherem Maß als in anderen EU-Ländern. Jeden Tag sterben im Schnitt drei Menschen, die auf der Warteliste sind." ... "Die Kliniken sind verpflichtet, Hirntote als Organspender zu melden, aber sie tun es zu selten."

"Vor allem hinsichtlich der Nieren, bei denen wegen paarweiser Anlage Lebendspenden möglich sind, wird verstärkt über eine Aufweichung des Tabus einer Kommerzialisierung debattiert."

In Österreich gilt die gültige Widerspruchsregelung: Jeder ist hier ein potenzieller Organspender – außer der Gestorbene hat einen ausdrücklichen Einspruch hinterlassen oder seine Angehörigen sind dagegen.

In Deutschland stößt diese Forderung bei Ministerin Schmidt auf taube Ohren. Sie findet, "dass der Mensch selbst entscheiden muss".

Quelle: www.apotheke-adhoc. de

Nach einer Umfrage im Auftrag des Wort & Bild Verlags sind in Deutschland eigentlich 68 Prozent der Einwohner bereit, nach dem Tod Organe zu spenden. Nur rund 16 Prozent - etwa 10 Millionen - haben aber einen Spendeausweis.



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