Samstag, 21. März 2009

Die Malaria - eine ganz normale Deutsche Tropenkrankheit

Die Malaria-Mücke ist in unseren Köpfen eine Krankheit, die man sich in Urlaubsländern zuzieht. Aber nicht in Deutschland. Dabei ist die Malaria-Mücke schon immer auch in Deutschland heimisch gewesen.

Die Veröffentlichung "Die Malaria in Deutschland" dokumentiert dies deutlich.


Wann treten bei uns potentielle Malaria-Sommer auf?
Dazu benötigen wir warme Sommer, in der die Reifungszeit in der Mücke so kurz ist, daß eine größere Anzahl Anophelen Sporozoitenträger wird und beim nächsten Stich infektiös ist: „Nur heiße Sommer bedeuten und bedeuteten Jahre der Malaria... Kalte Sommer brachen die Epidemie sofort ab.“ (Martini (1952).

Die Pl. malariae benötigt, um in dieses infektiöses Stadium zu gelangen, dazu 35 Tage bei 20 Grad, und 14 Tage bei 25 Grad.

In unseren Breiten liegt die mittlere Sommertemperatur mit 18 – 19°C am unteren Schwellenwert des Temperaturoptimums (21 – 30°C) der Sporozoitenreifung in der Anophelesmücke. Dies sind allerdings Werte aus dem Jahre 1952.

Wer seine aktuellen Sommerwerte (Termperatur) aus den zurückliegenden Jahren ermitteln möchte, kann dies hier tun. Ich habe mal Köln als Beispiel eingestellt.


Warum ist die Malaria-Mücke bei uns kaum noch anzutreffen.
Nicht aus klimatischen Gründen sondern eher aus "menschlichen" Gründen. Der Mensch hat angefangen sich seinen Umwelt selber zu gestalten und dazu gehörten die Trockenlegungen ganzer Sumpflandschaften. Flüsse wurden begradigt und eingedämmt. Die Zeiten der große Überschwemmungen sind vorbei - und somit auch die der großen Brutplätze.

Die Malaria war immer in Deutschland. Sie ist also nicht wieder eingeschleppt worden.

Also Vorsicht, man kann auch in Deutschland an der Malaria erkranken. Denken Sie jetzt an eine prophylaktische Malaria Impfung, dann sollten Sie auf jeden Fall vorher mit einem Tropeninstitut Kontakt aufnehmen.


Grundsätzliche Information kann man auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. finden. Dort kann man auch die Verteilung der Tropeninstitute in Deutschland einsehen.


Auf welche Krankheits-Symptome muß ich achten?

Es sind Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost u. a. m.

Durch die Krankheitserscheinungen kann die Diagnose "Malaria" weder sicher gestellt noch ausgeschlossen werden. Dies ist nur möglich durch den Nachweis von Parasiten oder Parasitenbestandteilen im Blut.

Die Inkubationszeit beträgt mindestens 5 Tage.

Ca. 80% aller Malariaattacken nach einer Tropenreise treten innerhalb von 3 Monaten nach der Rückkehr auf. Dem behandelnden Arzt sind immer Hinweise auf vorangegangene Tropenreisen zu geben.

Bundesverband Deutscher Versandapotheken fordert mehr Wettbewerb

... in der Apothekenlandschaft.

Dazu müssten die derzeit vorgeschriebenen Festpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Höchstpreise umgewandelt werden.

Zudem müsse es Versandapotheken ermöglicht werden, ihren Kunden die Zuzahlung zu erlassen.

Profitieren würden die unter Spardruck stehenden Krankenkassen und die Patienten, erklärte der BVDVA-Vorsitzende Christian am Mittwoch in Berlin.

Wie sich die Zeiten doch ändern. Erst waren die Versandapotheken in Deutschland verboten (s. Atikel über DocMorris). Dann hat DocMorris diesen Weg sich erstritten und nun machen alle fleißig mit.

Dann ersetzt DocMorris die Zuzahlung, wird vehement angegriffen ... und nun wollen die anderen ebenfalls mitziehen.

Nun wird an der Preisgestaltung gearbeitet. Zahlen wir in Deutschland doch die höchsten Arzeimittelpreise. Warum sollte das Präperat in einem anderen Land preiswerter sein? Eine mögliche Antwort könnte sein: "Bei uns ist die Qualität besser".

Der Kunde möchte jedoch preiswerter einkaufen und deswegen haben die Versandapotheken solch einen Zulauf. Allerdings sind damit auch einige Risiken verbunden (s. Artikel DocMorris)

Wenn die Medikamentepreise als Festpreise fallen, dann gibt es bald "Sonderangebote". Dann muß man viele Apotheken untereinander vergleichen um sich ein preiswertes Medikament zu beosrgen. Dann sind die Medikamente in den Städten vielleicht preiswerter (mehr Käufer) als im ländlichen Bereich - oder umgekehrt wegen der höheren Mieten.

Eine andere Möglichkeit wären auch sog. "Butterfahrten" zu preiswerten Apotheken. Ein Eintagesausflug mit Besichtigung von xxx und danach noch ein kurzer Einkauf in der Apotheke YYY.


Wir werden die Bestrebungen des BVDVA weiterverfolgen. (März 2009)
 
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