Sonntag, 23. November 2008

Mehr Obst für Schulkinder

Alarmierende Zahlen

22 Millionen Kinder in der Europäischen Union (EU) sind übergewichtig und jährlich kommen 400.000 dazu. Allein zwei Millionen dicke Kinder leben in Deutschland. Brüssel kämpft seit Jahren dagegen, aber vergebens. Jetzt will die Europäische Union einen neuen Versuch starten die Eßgewohnheiten der Kinder zu ändern . Sie will alle Schulen dazu zwingen, kostenlos Obst an die Schüler auszugeben.


400 Gramm Obst und Gemüse empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für jedes Kind am Tag. „Das wird bei weitem nicht erreicht, der Verbrauch ist eher rückläufig.

Ab dem kommenden Schuljahr soll in allen Schulen der Union Obst und Gemüse kostenlos angeboten werden. Das EU-Parlament will dafür 500 Millionen Euro im Jahr ausgeben, die EU-Kommission mit 90 Millionen Euro deutlich weniger. Über die Zahlen wird noch gefeilscht, am Ende dürften die 27 Mitgliedstaaten rund 110 Millionen Euro genehmigen.

Das Ernährungsverhalten von Kindern muss verbessert werden!


Vorgeschrieben ist auch, wo das Obst herkommen soll.

Fest steht aber: Das Obst soll möglichst aus lokaler und ökologischer Produktion stammen. Und: „Nach drei Jahren ist ein Bericht vorzulegen“, in dem alle über ihre Erfahrungen berichten.

Ist dies ein neues Problem? Nein, denn bereits 2007 wurde beklagt, daß auch die Franzosen zu wenig Obst essen. In norwegischen Kampagnen zeigte sich, daß die Kinder während der kostenlosen Versorgung mehr Obst zu sich nahmen. Die längerfristigen Effekte waren jedoch gering.

Bei der Untersuchung, warum die Franzosen so wenig Obst essen, fand man heraus, daß es nicht das fehlende Bewußtsein für das Thema "Obst und Gemüse" ist, sondern schlicht das fehlende Geld für den regelmäßigen Erwerb. Wer wenig hat kann auch nur wenig ausgeben.

Samstag, 22. November 2008

Kippt das Apotheken-Monopol aus dem 13. Jahrhundert?

Was ist das neue und aufregende an DocMorris?

Nun, Ralf Däinghaus, (Geschäftsführer der Versandapotheke DocMorris) ist ein studierter Informatiker, der eine eigene Firma aufgebaut hat. An sich nichts aufregendes, meinen Sie. Aber er hat sich an ein Geschäft herangewagt, welches seit alters her mit einem Fremdbesitzverbot belegt ist.

Im 13. Jd. erfolgte die Trennung der Berufe Arzt und Apotheker. Ärzte durften keine Apotheke mehr besitzen oder daran beteiligt sein. Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben, um Preistreiberei zu verhindern. Das Edikt von Salerno wurde Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa. Aus dieser Zeit stammt auch die städtische Apothekenordnungen, in denen festgelegt wurde, dass Apotheken nur zum Verkauf von Arzneien gegründet werden dürfen.

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Im heutigen Apothekergesetz wird der Auftrag der Apotheke benannt: die Sicherstellung der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung। Ebenfalls werden dort die Kriterien für die Erteilung einer (Betriebs-)Erlaubnis aufgeführt: es muß die deutsche Approbation zum Apotheker vorliegen.
Herr Däinghaus ist kein Apotheker und kann somit keine Apotheke in Deutschland eröffnen. Will er aber.

Desweiteren steht im deutschen Apothekergesetz, daß jeder Apotheker zusätzlich maximal drei Filialapotheken betreiben darf. Auch ist nur die Rechtsform der Personengesellschaft (zulässig: Gesellschaft bürgerlichen Rechts, offene Handelsgesellschaft) erlaubt.

Auch hier hat Herr Däinghaus andere Vorstellungen. Er möchte bundesweit Filialen aufbauen und dann in Form einer Kapitalgesellschaft.

Und sein letztes Tabu-Thema ist der Versandhandel. Er möchte Medikament über den Versandhandel verschicken. Aus grundsätzlichen Erwägungen war der Versandhandel von Arzneimitteln in Deutschland bis 2003 ausdrücklich untersagt. Das Verbot wurde erst Ende der 1990er Jahre in das Apothekengesetz aufgenommen. Erst eine Klage von Apotheken im europäischen Ausland wurde Ende 2003 zum Anlass genommen, den Versandhandel mit Arzneimitteln in Deutschland für Apotheken ab 1. Januar 2004 freizugeben. Also haben Apotheker von sich aus den Weg für den Versandhandel über das Internet eingeleitet!

Ab Januar 2004 wurde der Versandhandel für Apotheken gesetzlich erlaubt – aber noch nicht für Nicht-Apotheker.

Sie sehen, Ralf Däinghaus möchte so einiges verändern.

Seinen Standort hat DocMorris seit seiner Gründung (2000; durch den niederländischen Apotheker Jacques Waterval und dem Deutschen Ralf Däinghaus ) in den Niederlanden. Der Firmensitz befindet sich seit 2004 in Heerlen unweit der deutschen Grenze, rund 15 km von Aachen entfernt. Der Grund für die Wahl des Sitzes im Ausland war die Umgehung des bis 2003 in Deutschland geltenden Verbots des Arzneimittelversandhandels und der Wegfall der in Deutschland herrschenden Preisbindung auf rezeptfreie Medikamente.

Im Bereich des Fremdbesitzverbots liegt eine Kollision des nationalen deutschen Rechts und des Europarechts vor. Das Gemeinschaftsrecht beansprucht aber in diesem Fallen einen Anwendungsvorrang. Somit konnte er eine Internet-Versand-Apotheke aufgebaut, die auch in Deutschland tätig werden kann. Desweiteren benutzt er der Wegfall der Preisbindung für rezeptfreie Medikamete um seien Waren preisgünstiger anbieten zu können.

Logo von DocMorris
Sein beschwerlicher Weg ging über viele Gerichtsverfahren (2003), in denen er den Versandhandel (Niederlande nach Deutschland) erwirkte (Eu-Recht über deutsches Recht). Im Zuge der Geschäftserweiterung eröffnete er 2006 eine Filiale in Saarbrücken. Die überraschende Erteilung hierfür kam von Saarländischen Gesundheitministerium (Europarecht über Deutsches Recht).

Als nächste steht nun der Wegfall des „Mehr- und Fremdbesitzverbot für Apotheken“ auf dem Plan. DocMorris hat mittlerweile über 100 Filialapotheken in Deutschland.

Was bringt uns als Verbrauchern der Versandhandel? Nun, eine preiswertere Versorgung mit Medikamente. Die Apotheker fordern die Versandapotheken allerdings auf, unseriöse Angebote im Kampf um Umsatz und Patienten zu unterlassen. Insbesondere das irreführende Werben mit vermeintlich hohen Rabatten auf Selbstmedikationsprodukte und damit das Vortäuschen günstiger Preise muss eingestellt werden.

Eine besorgniserregende Entwicklung ist aber an einer ganz anderen Seite zu finden. Ende 2007 stellte das Bundeskriminalamt fest, daß eine große Anzahl von Medikamenten-Fälschungen zum deutschen Verbraucher gelangen. Der Bundesminister für Finanzen (warum eigentlich nicht der Gesundheitsminister?) zeigte sich Mitte März 2008 besorgt über die rasante Zunahme der Arzneifälschungen durch den Zoll. Besonders auffällig waren rezeptfreie Potenzmittel, Dopingmittel, aber auch Herzmedikamente. (Apotheker-Zeitung 12/2008: Steinbrück warnt vor Arzneimittelfälschungen: Zollfahndung meldet Schlag gegen illegalen Handel)

Noch eine besorgniserregende Tendenz ist zu verzeichnen: „85 Prozent der US-amerikanischen Medikamenten-Versandhändler verschicken verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Valium oder Ritalin, ohne ein Rezept dafür gesehen zu haben“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des National Center on Addiction and Substance Abuse (CASA) an der Columbia University. Die Forscher hatten dabei 365 Internet-Apotheken genauer unter die Lupe genommen. In Deutschland nahm die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände die Ergebnisse der Studie auf. Ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln sei "ein wichtiger Schritt in Richtung Verbraucherschutz", ließ Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, in einer Pressemitteilung verlauten. (Kinder, Süchtige …)

Was sollte bei einer guten Versandapotheke gewährleistet sein?

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Qualifizierte Beratung, keine Abgabe von Medikamenten an Minderjährige oder Süchtige, Bestehen auf Vorlage eines Rezeptes (bei rezeptfplichtigen Medikamenten) und vor allem gute Qualität der Medikamente.

Und wie steht es mit der Beratungsniveau? Apotheken gelten im allgemeinen als fachkundig. Stiftung Warentest hat 20 Apotheken in Berlin untersucht und dabei zum Teil Erschreckendes erlebt: Falscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte Rezepturen und Fehler beim Blutdruckmessen. Acht Apotheken sind mangelhaft, nur eine ist gut. Auch eine DocMorris-Apotheke war in der Bewertung enthalten.

Donnerstag, 20. November 2008

Reishi = Ling Zhi

Alternative Bezeichnungen:
Reishi (jap.) = Ling Zhi (chin.) = Ganoderma lucidum Lexikon (lat.) = "das göttliche Heilkraut", Glänzender Lackporling

Der Name Ling Zhi bedeutet „Geist Pflanze" (Huang, 1993) und erscheint zum ersten Mal im 11. Jahrhundert (Bretschneider, 1895). Andere gebräuchliche chinesische Namen sind „Pflanze der Unsterblichkeit," shi rh („Pilz, der auf Stein wächst"), „Zehntausend-Jahre-Pilz," und „Kraut spiritueller Kraft" (Liu und Bau, 1980, Bretschneider, 1895). Weil er so schwierig zu erhalten war, wurde er auch in Japan als „Phantom-Pilz" (Matsumoto,1979) bezeichnet.


Reishi (wie der Pilz in Deutschland in der Vermarktung heißt) ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen in der Apotheke der traditionellen chinesischen Medizin.
Er wird seit altersher (4000 Jahre !?) aufgrund seiner vielfältigen Heilwirkungen in China und Japan hoch geschätzt.

Er tritt aber nicht als "Massenpilz" auf. Somit war er einzig Kaisern, Adligen und der Priesterschaft vorbehalten. Seit ca. 20 Jahren kann Reishi organisch streng kontrolliert angebaut werden. Somit ist er nun auch für das "einfache Volk" erschwinglich geworden (Willard, 1990).


Pharmakologische Analysen zeigen, daß Ling Zhi sich u.a. aus folgenden Substanzen zusammensetzt: Ergosterol Lexikon, Lysozym, saurer Protease, verschiedene Proteine, Aminosäuren, Polypeptide Lexikon, Saccharide, Sterole, Lactone, Alkaloide, Polysaccharide Lexikon, Phenole, Triterpenoide, Mannitole, Vitamin B1, B2, B6, E, Cumarin und verschiedene Spurenelemente.

Den in Ling Zhi enthaltenen Triterpenoide, sogenannte ganoderische Säuren, wird die Wirkungen der Absenkung des Cholesterinspiegels und hohen Blutdrucks sowie eine Wirkung gegen Allergien zugeschrieben, während Adenosin eine Blutgefäßerweiterung und Hemmung der Thrombozytenaggregation bewirkt Polysaccharide wirken immunsystemstärkend und hemmen das Wachstum von Tumoren.

Zu den pharmakologisch nachweisbaren Wirkungen des Ling Zhi gehört;
1.-eine zentralnervöse Schmerzhemmung
2.-eine peripher cholinerge Wirkung auf das vegetative Nervensystem;
3.-eine husten- und schleimlösende Wirkung auf die Atemwege sowie Linderung bei chron. Bronchitis
4.-Entgiftung- und Schutz der Leberzellen
5
-eine fördernde Wirkung auf die glatte Muskulatur von Gebärmutter und Magen-Darmtrakt;
6.-Wirkung auf die endokrinen Drüsen und deren Metabolismus;
7.-die -Dämpfung allergische Reaktionen,
8.-das er vor schädlichen Strahlenschäden (z.B. Röntgenstrahlen) schützt.
9.-Stärkung des Herzmuskels und Förderung der koronaren Durchblutung


Einsatzmöglichkeiten für Reishi:

Klinische Studien belegen, dass folgende Krankheiten und Symtome mit Ling Zhi günstig beeinflusst werden können:
1) Krebs
2) koronare Herzkrankheit und Hyperlipidämie
3) Allergien
4) chron. Bronchitis
5) Hepatitis Lexikon
6) Neurasthenien, Schlaflosigkeit, Arrythmien, Leukopenien, progressive Muskeldystrophien, atrophische Myotonie und überschüssige Knochenbildung.

Ling Zhi dient als ein Heilmittel zur Stärkung des allgemeinen Gesundheitszustandes.



Studien über die Wirksamkeit von Reishi:

Die in den letzten 20 Jahren eingesetzten Forschungen haben dazu beigetragen, daß die empirisch nachweisbaren medizinischen Wirkungen von Ling Zhi in der traditionellen chinesischen Medizin einzelnen pharmakologischen Bestandteilen zugeordnet werden können. Diese Forschungsergebnisse werden z. Zt. klinisch erprobt, insbesondere werden Einsatzmöglichkeiten in der Tumortherapie getestet.

In Japan und den USA wissenschaftliche Untersuchungen erstellt über die Wirksamkeit von Ling Zhi bei Immunschwäche, chronisches Müdigkeitssyndrom, AIDS, Diabetes, Lebererkrankungen, Asthma und Arthritis.


Umfangreiche schulmedizinische und molekularbiologische Forschungen in den letzten Jahren in China, Japan, Korea, Europa und USA an Menschen und Tieren entdeckten aber weitere verblüffende Wirkungen des Ling Zhi, die in der traditionellen chinesischen Medizin noch nicht so beschrieben waren. Um nur einige zu erwähnen, es wurde z.B. festgestellt, daß Ling Zhi vorbeugend gegen Lungenkrebs wirkt.

Die japanische Regierung empfiehlt Ling Zhi als offizielles Begleitmedikament in der Krebstherapie.

In einer klinischen Studie in China wurden während der 70er Jahre über 2000 Patienten mit chronischer Bronchitis mit Reishi-Sirup in Tablettenform behandelt. Innerhalb von zwei Wochen zeigten 60-90 % der Patienten eine deutliche Verbesserung, inklusive zunehmenden Appetit. Besonders die älteren Patienten profitierten am meisten, ebenso reagierten die Patienten mit Bronchialasthma sehr gut (Chang & But, 1986).

Diese Ergebnisse sind ermutigend, da Schulmediziner die Wirkung gerne pharmakologisch begründet sehen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß noch weitere pharmakologisch nützliche Subtanzen und Heilwirkungen in Ling Zhi entdeckt werden.

Es werden ´noch mehr weltweit Studien durchgeführt, die immer wieder die Wirksamkeit von Reishi bestätigen. Und das wichtigste ist : Ling Zhi zeigt keine Nebenwirkung.



Ein Erwerb von Reishi-Produkten ist im Shop möglich

Leberprobleme - mit Pilzen beheben?

Ist die Leber in ihrer Funktion eingeschränkt, dann kann man dies anhand einer Blutdiagnose erkennen. Es kann sich aber auch eine Leistungsschwäche oder eine allgemeine Müdigkeit einstellen. Also alles unsymptomatische Beschwerden. Noch unspezifischer ist ein "Druckgefühl" im Oberbauch.

Wodurch kann dies kommen? Bekannt ist als eine der Ursachen der Alkoholmisbrauch. Aber auch längerfristige Medikamenteneinnahmen können dazu führen. Unbekannt ist, daß auch Infektionen die Funktion der Leber beeinträchtigen können.


Wie kann man die Funktion der Leber wieder herstellen bzw. verbessern? Eine mögliche Therapieform ist die sogenannte Mycotherapie. Als Mykologie wird die Lehre von den Pilzen bezeichnet.

Mit Hilfe von Reishi (oder auch Ling Zhi genannt) wird die Leber in ihrer Tätigkeit unterstützt. Da die Leber ein sehr wichtiges Entgiftungsorgan ist, führt eine Entlastung zur Verbesserung des Allgemeinbefindens. (s.a. Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Kurioses aus der Medizin)


Eine der vielen Wirkungen von Reishi/Ling Zhi ( s. auch: "Meine Buch-Empfehlungen" ist die Entgiftung- und Schutz der Leberzellen. Somit ist diese Unterstützung der Leber für alle angezeigt, die viele Medikamente einnehmen müssen, die mit vielen Umweltgiften in Berührung kommen, Rauchern und immungeschwächten Personengruppen....


vertiefende Literatur:



weitere interessante Artikel:

Reishi – Ling zhi

Amalgan-schädlich-oder-unschädlich

Nährstoffe: Kalium, das am meisten vorkommende Element im Menschen

Blutgruppendiät – ist dies meine richtige Diät?

Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln

Beckenboden

Der Beckenboden ist lange ein Tabu-Thema gewesen. Doch mittlerweile lockern sich die Ansichten darüber und man muß nicht mehr über den Ort "da unten" sprechen.

Der Beckenboden ist ein Muskelbereich am unteren Rand des Beckens. Er enthält als Austrittsorte den Harnweg (Ausgang der Blase), die Scheide (bei der Frau) (Video: Wunder geschehen) und den Anus (Ausgang des Darmes).

Er ist aber noch mehr als nur ein Durchgangsort. Ein gesunder, fitter Beckenboden "hält dicht". Hier ist das Schlagwort "Inkontinenz". Wen es betrifft hat nicht nur ein muskuläres Problem, sondern später vielfach auch ein psychisches und gesellschaftliches. Man traut sich nicht mehr aus dem Haus und wird dadurch weniger mobil und evtl. kontaktärmer.


Aber der Beckenboden stützt auch die inneren Organe von unten. Wir merken dies, wenn wir nießen müssen und der Luftdruck dann die Organe nach unten drückt und die Muskeln dann ihren Dienst versagen ("Tröpfelproblem").

Er ist auch als Verbindungsbereich zwischen den Beinen und dem Oberkörper anzusehen und somit unterstützt bzw. ermöglicht er erst eine optimale Haltung und eine harmonische Bewegung.

Wieso erschlafft nun dieser Muskel? All dies werden wir in dem Seminar Beckenboden näher untersuchen und dann Veränderungen herbeiführen.

Samstag, 15. November 2008

Orthopädenkongress: Antirheumatika am Pranger.

Wirkungslos, schädlich, teuer
Orthopädenkongress: Antirheumatika am Pranger.

25.10.2008 125899

Das Weltbild der pharmazieorientierten Medizin ist in dieser Woche gehörig ins Wanken geraten. Auf dem heute zu Ende gehenden Orthopädenkongress in Berlin haben Wissenschaftler der Stiftung Molekulare Medizin nachweisen können, dass weit verbreitete antirheumatische Medikamente nicht nur unwirksam sondern teilweise sogar schädlich sind. Milliarden von Euro geben die Krankenkassen für nutzlose Arzneimittel aus.

Die Forscher Peter Wehling und Carsten Moser gingen zunächst der Frage nach, bei welcher Therapie gegen Kniearthrose ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit vorliegt. "Ernüchternd" seien die Ergebnisse ihrer systematischen Auswertung der weltweit vorhandenen Literatur gewesen, berichtete Wehling. "Vor allem zeigte sich für die bei Arthrose sehr häufig verabreichten Antirheumatika eine sehr niedrige Wirksamkeit bei überraschend hohen Nebenwirkungen."

In der Metaanalyse untersuchten und bewerteten die beiden Düsseldorfer Ärzte alles, was sie zum Thema in den Finger bekamen: Hunderte klinische Studien, Übersichtsarbeiten, Leitlinien. Resultat der Fleißarbeit: Effektiv sind Muskelkräftigung, Gewichtsreduktion und die Behandlung mit Injektionen. Schlecht abgeschnitten haben Gelenkspiegelungen und medikamentöse Therapien. Besonders die hohe Zahl von Nebenwirkungen ist den Wissenschaftler aufgefallen. Magengeschwüre und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko wurden in den Publikationen häufig genannt. Die fünf Millionen deutschen Patienten mit einer Kniearthrose werden meist mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelt. In Großbritannien sterben jedes Jahr 2.200 Menschen an den NSAR-Nebenwirkungen, wie Magen-Darmblutungen. 12.000 Patienten landen in den Notfallaufnahmen der Krankenhäuser.

Das preisgünstige und nebenwirkungsfreie Heilmittel Physiotherapie steht bei den Verordnern im Vergleich zur Arzneimitteltherapie nicht hoch im Kurs. Doch wer weiß, vielleicht schafft der Auftritt von Moser und Wehling auf dem Orthopädenkongress einen Paradigmenwechsel. Die geplagten Patienten können nur profitieren.

Weitere Informationen zu der in unserem Bericht zitierten Studie gibt es bei der Stiftung Molekulare Medizin. Telefon: 0211 / 6025535 [E-Mail]


Peter Appuhn
physio.de





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Samstag, 8. November 2008

Neues aus dem Gesundheitswesen

Delegation ja, Substitution nein
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Die nichtärztlichen Berufe wollen endlich selbstbestimmt
ihre Kenntnisse und Fertigkeiten an den Patienten bringen.
Damit es dazu kommen kann, muss die Ärzteschaft Aufgaben an
Therapeuten oder Pflegeberufe abgeben. Dies aber ist
unvorstellbar für die Mediziner, wie sie in den vergangenen
Tagen und Wochen wieder unmissverständlich erklärten. Der
Arztvorbehalt erlaube keine "Zwischenversorgungsebene".
Delegation ja, Substitution nein, heißt die knappe Formel,
die das höchste der Gefühle markiert. Um nichts weniger als
sein oder nicht sein ginge es dabei für die Doktoren,
schrieb einer von ihnen heute in der "Ärztezeitung".

Bundesärztekammer: Im Interesse der Patienten - keine neue
Versorgungsebene
http://www.physio.de/php/meldung.php3?id=6810


Lit: physio.de Newsletter, Ausgabe 170 vom 07.11.2008


Orthopäden & Pillen

Orthopäden gegen Pillen
==========================
Zwackt das Knie oder ein anderes Gelenk greifen Orthopäden
bevorzugt zur Pillenschachtel. Nicht wenige Patienten
schlucken Tabletten ohne Ende. Jetzt wurde - auch das
passiert in diesen bewegten Zeiten - auf dem
Orthopädenkongress in Berlin
referiert, dass Medikamente, meist nichtsteroidale
Antirheumatika (NSAR), nichts nutzen und dazu auch noch
heftige Nebenwirkungen verursachen. Von Magen-Darm-Blutungen
bis zum Tod berichteten da Wissenschaftler. Teuer ist das
Zeugs obendrein. Wesentlich effektiver - man glaubt es kaum
- seien Muskelkräftigung und Gewichtsreduktion.

Wirkungslos, schädlich, teuer

mehr hierzu

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Lit: physio.de Newsletter, Ausgabe 170 vom 07.11.2008

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